Zahnmedizin für Hund & Katze
Zahnschmerzen sieht man oft erst spät.
Deshalb schauen wir genau hin – ruhig, sorgfältig und mit einem klaren Behandlungsplan.
Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches entwickeln sich häufig schleichend. Viele Tiere fressen trotz Schmerzen weiter und zeigen erst spät, dass etwas nicht stimmt.
Eine gründliche Zahnbehandlung kann Schmerzen lindern, Entzündungsherde beseitigen und die Lebensqualität deutlich verbessern.
Warum Zahngesundheit wichtig ist
Ein gesundes Maul gehört zu einem guten Leben.
Schmerzen erkennen
Tiere zeigen Zahnschmerzen oft nur durch kleine Veränderungen im Verhalten, beim Fressen oder im Umgang.
Entzündungen behandeln
Erkranktes Zahnfleisch, lockere Zähne und entzündete Zahnwurzeln können den gesamten Organismus belasten.
Lebensqualität verbessern
Nach einer notwendigen Zahnsanierung wirken viele Tiere wieder lebhafter, entspannter und fressen mit mehr Freude.
Mögliche Hinweise
Wann sollte das Gebiss kontrolliert werden?
Nicht jedes Tier zeigt Zahnschmerzen deutlich. Auch scheinbar kleine Veränderungen können ein Hinweis auf ein schmerzhaftes Problem sein.
- Mundgeruch
- sichtbarer Zahnstein oder verfärbte Zähne
- gerötetes oder blutendes Zahnfleisch
- vorsichtiges, langsames oder einseitiges Kauen
- Futter fällt aus dem Maul
- vermehrtes Speicheln
- Abwehr beim Berühren des Kopfes oder Mauls
- Rückzug, Reizbarkeit oder geringere Aktivität
Unser Behandlungskonzept
Gründlich untersuchen, dann gezielt behandeln.
Wir teilen die Zahnbehandlung bewusst in zwei Schritte. So können wir zunächst den tatsächlichen Zustand des Gebisses erfassen und anschließend einen verlässlichen Behandlungsplan erstellen.
Erster Termin in Narkose
Reinigung, Röntgen und Gebissstatus
Zunächst werden Zahnstein und Beläge gründlich entfernt. Anschließend fertigen wir Dentalröntgenaufnahmen an und erheben den vollständigen Gebissstatus.
Deutlich lockere Zähne werden in diesem Termin bereits gezogen.
- professionelle Zahnreinigung und Zahnsteinentfernung
- Dentalröntgenaufnahmen
- Erhebung und Dokumentation des Gebissstatus
- Entfernung deutlich lockerer Zähne
Auswertung und Beratung
Entscheidung über das weitere Vorgehen
Nach dem ersten Termin besprechen wir die erhobenen Befunde mit Ihnen. Dabei erklären wir, welche Veränderungen festgestellt wurden und ob eine weitere Behandlung notwendig ist.
- verständliche Besprechung der Befunde
- Einschätzung des weiteren Behandlungsbedarfs
- Besprechung möglicher chirurgischer Maßnahmen
- Planung von Kosten, Zeitbedarf und Nachsorge
Nur bei Bedarf
Zweiter Termin für die chirurgische Versorgung
Ein zweiter Termin ist nur notwendig, wenn bei der Untersuchung hochgradige Auffälligkeiten zum Vorschein kommen oder eine aufwendigere chirurgische Versorgung einzelner Zähne erforderlich ist.
Dafür vereinbaren wir einen separaten Termin mit ausreichend Zeit, damit die betroffenen Zähne sorgfältig und in Ruhe versorgt werden können.
- gezielte chirurgische Versorgung erkrankter Zähne
- ausreichend eingeplante Behandlungszeit
- individuelle Schmerztherapie
- angepasste Nachsorge
Narkose & Sicherheit
Eine gründliche Zahnbehandlung braucht Ruhe und Sicherheit.
Eine vollständige Untersuchung, Reinigung und schmerzfreie Behandlung des Gebisses ist bei Hund und Katze nur in Narkose zuverlässig möglich.
Dabei ist es uns besonders wichtig, die Narkose so kurz und so schonend wie möglich zu halten. Wir wählen das Narkoseverfahren individuell passend zu Alter, Gesundheitszustand und Behandlungsumfang und überwachen Ihr Tier während des gesamten Eingriffs sorgfältig.
Wenn bei der ersten Behandlung hochgradige Auffälligkeiten sichtbar werden und eine zeitaufwendigere chirurgische Versorgung notwendig ist, planen wir deshalb bewusst einen zweiten Narkosetermin. So vermeiden wir unnötig lange Narkosezeiten und können auch den zweiten Eingriff mit ausreichend Zeit, Ruhe und sorgfältiger Überwachung durchführen.
Mehr zu Narkose und Operationen →Besonders bei Katzen
FORL: schmerzhaft und von außen oft unsichtbar.
Bei FORL wird Zahnsubstanz fortschreitend abgebaut. Die Veränderungen beginnen häufig im Bereich der Zahnwurzel oder unterhalb des Zahnfleisches und sind deshalb bei einer normalen Maulkontrolle nicht sicher zu erkennen.
Betroffene Zähne können erhebliche Schmerzen verursachen. Dentalröntgenaufnahmen helfen, das Ausmaß der Erkrankung zu beurteilen. Erkrankte Zähne müssen in der Regel vollständig entfernt werden, damit die Katze dauerhaft schmerzfrei werden kann.
Was uns wichtig ist
Keine Behandlung nach Schema.
Gründlichkeit
Wir beurteilen nicht nur sichtbaren Zahnstein, sondern das gesamte Gebiss und den Zustand jedes einzelnen Zahnes.
Transparenz
Wir erklären Befunde, Behandlungsbedarf und Kosten so verständlich wie möglich und planen den nächsten Schritt gemeinsam mit Ihnen.
Schmerzfreiheit
Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Zähne zu erhalten, sondern ein dauerhaft schmerzfreies und funktionelles Gebiss.
Häufige Fragen
Was Tierhalter oft wissen möchten
Warum ist eine Zahnbehandlung nur in Narkose möglich?
Nur in Narkose können alle Zahnflächen, Zahnfleischtaschen und schmerzhaften Bereiche gründlich untersucht und behandelt werden. Eine reine Zahnsteinentfernung am wachen Tier reicht medizinisch nicht aus.
Warum sind bei uns häufig zwei Termine notwendig?
Im ersten Termin reinigen wir das Gebiss vollständig, fertigen Dentalröntgenaufnahmen an und erheben einen genauen Zahnstatus. Deutlich lockere Zähne werden bereits entfernt. Zeigen sich dabei hochgradige Befunde, wird die aufwendigere chirurgische Versorgung in einem zweiten Termin geplant. Dadurch können wir beide Narkosen so kurz und so schonend wie möglich halten.
Warum kann man kranke Zähne nicht einfach belassen?
Ein stark geschädigter oder entzündeter Zahn verursacht Schmerzen und stellt einen dauerhaften Entzündungsherd dar. Die Entfernung eines solchen Zahnes bedeutet für das Tier meist eine deutliche Entlastung.
Können Hunde und Katzen ohne mehrere Zähne gut leben?
Ja. Tiere kommen in der Regel sehr gut mit fehlenden Zähnen zurecht. Ein schmerzfreies Gebiss ist wesentlich wichtiger als der Erhalt eines erkrankten Zahnes.
Was sollte ich zum Termin mitbringen?
Bitte bringen Sie Informationen zu Vorerkrankungen, aktuellen Medikamenten und bisherigen Befunden mit. Vor dem Narkosetermin erhalten Sie von uns genaue Hinweise zur Vorbereitung.
Beratung & Termin
Wir schauen gemeinsam, was Ihr Tier wirklich braucht.
Bei auffälligem Mundgeruch, Zahnstein, verändertem Fressverhalten oder dem Verdacht auf Zahnschmerzen vereinbaren Sie zunächst einen Untersuchungstermin in unserer Praxis.